Griaß di. Stell dir vor: draußen zieht Nebel über die Alm, drinnen dampft die Pfanne, und der Geruch von schmelzendem Bergkäse zieht durch die Stube. Genau für solche Momente sind Kasspatzln gemacht.

Zutaten für 4 Personen
Für den Spatzlteig:
- 400 g Weizenmehl (griffig)
- 4 frische Eier (Größe M)
- ca. 200 ml Wasser
- 1 TL Salz
- 1 Prise Muskatnuss
Für die Käsemischung:
Für das Finish:
- 2 große Zwiebeln
- 2 EL Butter
- Schnittlauch
- Optional: ein Klecks Preiselbeeren
Den Teig richtig ansetzen
Mehl, Eier, Wasser, Salz und eine Prise Muskatnuss zu einem zähen, glatten Teig verrühren — der Teig soll Blasen werfen, dann stimmt die Konsistenz. Kurz 10 Minuten ruhen lassen, damit das Klebergerüst sich setzt.
Salzwasser in einem großen Topf zum Kochen bringen. Den Teig portionsweise durch den Spätzlehobel direkt ins sprudelnde Wasser drücken. Sobald die Spatzln an die Oberfläche steigen, mit dem Schaumlöffel herausheben und gut abtropfen lassen. Sie sollen weich sein, aber Biss behalten.
Käse schichten — das Herzstück
Eine große, gebutterte Pfanne bei mittlerer Hitze. Jetzt kommt das Wesentliche: Spatzln rein, großzügig mit frisch geriebenem Bergkäse bestreuen, wieder Spatzln, wieder Käse. Schicht für Schicht.
Der Zillertaler BergSenn Bergkäse bringt das kräftig-würzige Aroma — mindestens vier Monate gereift, mit einer Schmelze, die lange nachzieht. Der Hochfügener ist milder, cremiger, gibt der Mischung Runde. Zusammen treffen sie genau das, was Kasspatzln sein sollen: intensiv, aber ausgewogen.
Nicht zu heiß werden lassen — der Käse soll langsam zerfließen, nicht brutzeln.

Röstzwiebeln — kein Kompromiss
Zwiebeln in feine Ringe schneiden. In Butter bei mittlerer Hitze langsam goldbraun rösten — das dauert gut 10 Minuten und darf nicht gehetzt werden. Zu früh vom Herd genommen schmecken sie nach nichts, zu spät werden sie bitter. Der Sweetspot ist tief goldbraun, leicht karamellisiert, mit einem Duft, der die halbe Küche füllt.
Frisch gehackten Schnittlauch drüber, wer mag einen Tupfer Preiselbeeren dazu — fertig ist die Jausn.
Warum der Käse entscheidet
In einem Gericht mit fünf Zutaten gibt es keinen Platz für Mittelmaß. Die Spatzln sind Träger, die Zwiebeln Krone — aber der Käse ist der Grund, warum man wiederkommt. Ein junger, blasser Schnitt-Käse vom Supermarkt gibt wässrigen Geschmack und zieht Fäden ohne Seele. Ein echter, gereifter Almkäse schmilzt anders: cremig, mit leichter Würze, ohne zu stechen.
Genau deshalb setzen wir bei TIROLISH auf Käse von traditionellen Sennereien aus dem Zillertal — handwerklich hergestellt, nach Rezepten, die seit Generationen nicht geändert werden mussten.
Probier's aus. Und wenn die Pfanne leer ist: Bleib am Kas.
