Zirbenschnaps: Der Stamperl zum Bergfeuer
Die Feuer brennen oben. Unten wird es kühl. Genau dann gehört ein Stamperl dazu — aber welches?
Drei Schnäpse, ein Abend
Zirbenschnaps ist die klare Wahl für die Sonnwendnacht. Die Zapfen reifen mehrere Wochen im Korn, bevor destilliert wird — das ergibt einen harzig-roten Schnaps, der von innen wärmt wie ein Nadelwaldboden in der Abendsonne.
Zillertaler Meisterwurz ist was für die, die ihren Schnaps ernst nehmen. Wurzelig, bitter, mit dem Charakter eines alten Almenschnapses — kein Einsteigergetränk, aber ehrlich.
Zillertaler Obstler hält die Mitte: fruchtig, klar, milder am Gaumen. Wer den Abend noch lang machen will, fängt hier an.
Ein Stamperl — nicht drei
Die Empfehlung ist einfach: eines wählen, langsam trinken, den Rauch der Bergfeuer dazuriechen. Drei durchprobieren funktioniert beim Tasting-Abend zuhause — am Hang bei Dunkelheit ist ein Stamperl genug.
Wer gar nicht trinkt: ein Flascherl Hollerblütensirup mit kaltem Wasser aus dem Mehrwegflascherl ist an der Sonnwend mindestens genauso passend.
Zur Jausn und zurück ins Tal
Was auf den Tisch kommt, bevor die Feuer angezündet werden, steht auf der Sonnwend-Jausnkarte. Den ganzen Brauch — Herz-Jesu-Feuer, Geschichte, Bedeutung — erklärt der Haupt-Artikel zur Sonnwendnacht.
Griaß di — und einen guten Abend am Berg.
