Die Weihnachtsfeiertage scheitern selten am Rezept und oft an der Verteilung. Ein Plan legt das aufwendige Essen auf einen Tag — und lässt die beiden anderen einfach.
Der Teil, der über alle drei Tage trägt, ist der kalte: Käse, Speck und Wurst brauchen keine Vorbereitung. Jausn XL ansehen
Drei Tage, drei Aufwandsstufen
| Tag | Aufwand | Was sinnvoll ist |
|---|---|---|
| Heiliger Abend | niedrig | Suppe, Würstel, Kasspatzln oder ein vertrautes Familiengericht. Der Abend hat mit Gottesdienst und Bescherung genug bewegliche Teile. |
| Christtag | hoch | Der Tag für das größere Essen. Gästezahl, Garzeiten und Ernährungswünsche rechtzeitig klären — Käseplatte und Dessert lassen sich am Vortag vorbereiten. |
| Stefanitag | niedrig | Der Restetag. Aus Fleisch und Beilagen werden Jause, Suppe oder Pfannengericht. |
Suppe, Würstel, Kasspatzln oder ein vertrautes Familiengericht. Der Abend hat mit Gottesdienst und Bescherung genug bewegliche Teile.
Der Tag für das größere Essen. Gästezahl, Garzeiten und Ernährungswünsche rechtzeitig klären — Käseplatte und Dessert lassen sich am Vortag vorbereiten.
Der Restetag. Aus Fleisch und Beilagen werden Jause, Suppe oder Pfannengericht.
Was am Heiligen Abend im Einzelnen funktioniert, steht unter Heiliger Abend in Tirol.
Reste sind eingeplant, nicht übrig
Der Stefanitag lebt vom Vortag — aber nur, wenn die Reste richtig behandelt wurden. Das ist keine Formalität, sondern der Unterschied zwischen einem guten dritten Tag und einem verdorbenen.
Nach dem Essen zügig kühlen, nicht stundenlang auf dem Tisch stehen lassen. Was warm war und langsam abkühlt, ist der Fall, den man vermeiden will.
Vor dem Wiederverwenden durcherhitzen, nicht nur anwärmen. Für die kalte Jause gilt das nicht — Speck, Käse und Rohwurst waren nie erhitzt und bleiben, was sie sind.
Aus Braten und Erdäpfeln vom Vortag wird ein Gröstl — genau dafür ist es ursprünglich entstanden.
Es gibt kein verpflichtendes Menü
Was als „typisch" gilt, unterscheidet sich nach Ort und Familie deutlich mehr, als Kochbücher vermuten lassen. In manchen Tälern ist der Christtag der große Tag, in anderen der Stefanitag.
Ein guter Plan orientiert sich deshalb am eigenen Haushalt: wie viele Leute kommen, wer kocht, wie viel Kühlschrank da ist. Das ist verlässlicher als jede Traditionsbehauptung.
Was über alle drei Tage trägt
Der kalte Teil ist der planbare: Käse, Speck und Wurst halten gekühlt die Feiertage durch und decken Jause, Brunch und Käseplatte ab, ohne dass jemand kochen muss.
Für eine größere Runde die Jausn XL, für vier Personen die Brettljause für Freunde.
Häufige Fragen
Wie plant man die Weihnachtsfeiertage sinnvoll?
Das aufwendige Essen auf einen Tag legen — meist den Christtag — und die beiden anderen einfach halten. Der Heilige Abend hat mit Gottesdienst und Bescherung ohnehin genug bewegliche Teile, der Stefanitag lebt von den Resten.
Was macht man mit den Resten vom Christtag?
Aus Braten und Erdäpfeln wird ein Gröstl — dafür ist es ursprünglich entstanden. Auch Suppe oder eine Jause funktionieren. Voraussetzung ist, dass die Reste nach dem Essen zügig gekühlt und vor dem Wiederverwenden durcherhitzt werden, nicht nur angewärmt.
Gibt es ein typisches Tiroler Weihnachtsmenü?
Nein. Was als typisch gilt, unterscheidet sich nach Ort und Familie erheblich — in manchen Tälern ist der Christtag der große Tag, in anderen der Stefanitag. Ein Plan, der sich am eigenen Haushalt orientiert, ist verlässlicher als jede Traditionsbehauptung.
Passende Ratgeber
Mehr aus der Rubrik Tiroler Lebensart – oder zurück ins Magazin.
