Bienen, die im Zillertal sammeln, tragen zweierlei ein: Blüten von den Almwiesen und Honigtau aus dem Nadelwald. Diese Mischtracht bringt eine Note mit, die reine Blütenhonige nicht haben — etwas Herbes im Nachhall.
Der klassische Einsatz jenseits des Frühstücksbrots: ein Teelöffel auf gereiftem Bergkäse. Zillertaler Bienenhonig ansehen
Was die Höhenlage ausmacht
Das Zillertal reicht von rund 600 bis über 2.000 Meter. Auf den Almwiesen blühen Bergminze, Klee, Thymian und Enzian — in kürzerer Saison als im Flachland, dafür intensiver. Daneben liegen ausgedehnte Nadelwaldgebiete mit Fichte, Tanne und Lärche.
Bienen, die in beiden Zonen sammeln, tragen Blüten- und Honigtauanteile ein. Wie stark der herbe Nachhall ausfällt, schwankt mit Standort und Erntejahr — das ist bei Naturprodukt normal und kein Mangel.
Jenseits vom Frühstücksbrot
Auf gereiftem Käse
Ein Teelöffel auf einem mindestens sechs Monate gereiften Bergkäse. Die Süße bricht die Würze, ohne sie zu überdecken — die klassischste Kombination der alpinen Küche.
In der Marinade
Ein Löffel Honig in einer Marinade sorgt für Bräunung und rundet Säure ab. Nicht bei starker Hitze zugeben, sonst wird er bitter.
Im Getränk
In warmen Getränken erst unterrühren, wenn die Flüssigkeit nicht mehr kocht. Über etwa 40 Grad gehen die feinen Aromen verloren.
Fest gewordener Honig ist kein Fehler
Dass Honig mit der Zeit fest wird und kristallisiert, ist ein natürlicher Vorgang und sagt nichts über die Qualität — weder in die eine noch in die andere Richtung.
Entscheidend ist das Verhältnis von Frucht- zu Traubenzucker: Je mehr Traubenzucker, desto schneller kristallisiert ein Honig. Manche Sorten bleiben monatelang flüssig, andere werden binnen Wochen fest.
Wieder flüssig: im warmen Wasserbad bei höchstens 40 Grad rühren. Höhere Temperaturen zerstören die Aromen, die man ja gerade haben wollte.
Honig zum Käse
Der Zillertaler Bienenhonig kommt im 250-Gramm-Glas. Für die Jause gibt es außerdem Honig mit Nüssen — dort übernehmen die Nüsse den Biss.
Häufige Fragen
Warum wird Honig fest?
Weil er kristallisiert — ein natürlicher Vorgang, der vom Verhältnis zwischen Frucht- und Traubenzucker abhängt. Je mehr Traubenzucker, desto schneller wird er fest. Mit der Qualität hat das nichts zu tun; flüssiger Honig ist weder besser noch schlechter.
Wie wird fester Honig wieder flüssig?
Im warmen Wasserbad bei höchstens 40 Grad rühren. Höher sollte die Temperatur nicht werden: Die feinen Aromen und hitzeempfindlichen Bestandteile gehen sonst verloren. Die Mikrowelle ist dafür ungeeignet, weil sie punktuell überhitzt.
Passt Honig zu Käse?
Zu kräftigem, gereiftem Käse besonders gut. Die Süße gleicht Salz und Würze aus und hebt nussige Reifearomen hervor. Ein Teelöffel reicht — mehr überdeckt den Käse, statt ihn zu ergänzen.
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